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Warum Mann & Schröder nicht auf das nächste SAP Projekt wartet

2 Min. Lesezeit

Digitalisierung scheitert selten an Ideen, sondern meist an der Realität: SAP Core, Non SAP Systeme, Produktion, Datenquellen überall, Backlogs voll, Ressourcen knapp. Dann kommt KI dazu und alle hoffen auf den großen Sprung nach vorn. Nur: Ohne saubere Daten und Prozesse bleibt es oft bei einer guten Demo.

In der Session auf der ITOK26 des IT Onlinemagazins haben wir gemeinsam mit Adrian Dexheimer von Mann & Schröder Cosmetics Group, genau darüber gesprochen. Und was dort hängen bleibt, ist weniger ein Tool als ein Ansatz: Side by Side denken, Use Cases priorisieren, schnell liefern, aber mit klaren Leitplanken bei Governance, Security und Betrieb.

Der entscheidende Punkt: KI braucht ein Fundament

Ein praxisnahes Learning aus dem Gespräch: Bei KI Projekten geht viel Zeit nicht in das Modell selbst, sondern in das Enterprise tauglich machen. Datenanbindung, Rollen, Berechtigungen, Kostenkontrolle, Deployment, Betrieb. Genau diese Themen entscheiden am Ende, ob KI im Alltag funktioniert oder nur im Proof of Concept.

Deshalb lohnt sich der Blick auf das Fundament darunter: Integration, Daten, Workflows und Anwendungen, die diese Bausteine sauber verbinden.

Von der Theorie zur Praxis: Use Cases, die wirklich laufen

Mann & Schröder ist nicht bei einem Pilot geblieben. Im Talk wurden mehrere umgesetzte Anwendungen genannt, die in vielen Organisationen lange liegen bleiben, weil sie zu klein für ein Großprojekt sind, aber zu wichtig für „machen wir später“.

Beispiele aus der Session

  1. Druckdatenprozess mit Dokumenten und PDF Handling direkt im Browser

  2. Anbindung einer Labordatenbank mit Rückspielung von Messwerten ins SAP

  3. Stammdatenpool für Produktdaten inklusive Synchronisation

  4. Außendienstlösung für Bestellungen und Statusinfos mit SAP Zugriff

Warum Workflows mehr sind als ein Technik Detail

 

Workflows schaffen Klarheit.

Sobald ein Prozess sauber beschrieben ist, werden Rollen, Status, Übergaben und Verantwortlichkeiten sichtbar. Das hilft nicht nur bei der Umsetzung, sondern auch bei Akzeptanz und Wartbarkeit. Die Anwendung ist dann nicht „eine App“, sondern ein sauberer Ablauf mit nachvollziehbarer Logik.

Zusammenarbeit, die funktioniert

Statt Übergaben zwischen Fachbereich und IT wurde ein Tandem beschrieben: Process Owner im Fachbereich und Product Owner in der IT. Das klingt simpel, macht aber in der Praxis den Unterschied, weil Anforderungen nicht „über den Zaun“ geworfen werden, sondern gemeinsam entstehen.

Fazit

Wer auf das eine große Transformationsprojekt wartet, verliert Zeit. Wer Side by Side startet, Use Cases konsequent liefert und Governance ernst nimmt, kann schneller Ergebnisse schaffen, ohne den SAP Core anzufassen und ohne später Chaos zu erben.

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