Unternehmen stehen heute mehr denn je unter Druck, Geschäftsprozesse effizienter, digitaler und flexibler zu gestalten. Low-Code-Plattformen wie Simplifier und die Microsoft Power Platform versprechen genau das – schnellere Anwendungsentwicklung, mehr Automatisierung und die Möglichkeit, Fachbereiche stärker in die Digitalisierung einzubeziehen.
Doch in der Praxis zeigt sich: Beide Plattformen haben unterschiedliche Stärken. Während Power Apps nahtlos ins Microsoft-Ökosystem eingebettet ist und schnelle Mehrwerte für einfache Anwendungen bietet, überzeugt Simplifier mit tiefgreifender SAP-Integration, hoher Flexibilität beim Hosting und der Möglichkeit, auch komplexe, unternehmenskritische Anwendungen zu realisieren.
Die zentrale Erkenntnis: Es geht nicht um ein „Entweder/Oder“. Wer seine Digitalisierungsstrategie nachhaltig aufstellen will, sollte die Plattformen nicht als Konkurrenten betrachten, sondern als komplementäre Bausteine einer 360°-Digitalisierungsstrategie. Denn der wahre Mehrwert entsteht dort, wo die jeweiligen Stärken klug miteinander kombiniert werden – zum Beispiel, wenn schnelle Frontend-Prototypen aus Power Apps mit stabilen, integrierten Prozessen aus Simplifier zusammenspielen.
Die 5 wichtigsten Vergleichsdimensionen im Detail
- SAP-Integration
Für Unternehmen mit einer starken SAP-Landschaft ist die Integrationsfähigkeit entscheidend.
- Simplifier punktet hier mit nativen Konnektoren und tiefer SAP-Zertifizierung – auch für komplexe End-to-End-Szenarien wie EWM oder Ariba.
- Power Apps kann SAP zwar über Schnittstellen anbinden, benötigt dafür jedoch oft zusätzliche Premium-Lizenzen und stößt bei komplexeren Prozessen schnell an Grenzen.
Fazit: Wer SAP als Kernsystem nutzt, findet in Simplifier eine stabilere und nahtlosere Lösung.
- Komplexität der Anwendungen
Nicht jede Anwendung ist gleich – von kleinen Formularen bis zu geschäftskritischen Workflows reicht die Bandbreite.
- Power Apps ist ideal, um einfache Anwendungen wie Formulare, kleinere Automatisierungen oder Abfragen im Microsoft-Umfeld schnell umzusetzen.
- Simplifier verbindet Low-Code mit Pro-Code, sodass auch hochkomplexe Anwendungen entstehen können, die mehrere Systeme orchestrieren und langfristig skalierbar sind.
Fazit: Power Apps glänzt im Quick-Win-Bereich, Simplifier in strategischen Projekten.
- Hosting & Governance
Gerade im Kontext sensibler Daten sind Kontrolle und Flexibilität gefragt.
- Simplifier bietet Hosting-Optionen On-Premise oder in der Cloud und ermöglicht so präzise Anpassungen an Compliance- und Sicherheitsanforderungen.
- Power Apps ist primär an die Microsoft Cloud gebunden. Das ist bequem, aber für Branchen mit strenger Regulierung oft ein Nachteil.
Fazit: Unternehmen mit hohen Governance-Ansprüchen profitieren von der Flexibilität des Simplifier.
- Lizenzmodell & Kosten
Neben Technik ist auch die Kostenstruktur entscheidend.
- Simplifier arbeitet mit nutzerbasierten Lizenzen – unabhängig davon, wie viele Apps entwickelt werden. Dadurch bleiben Planbarkeit und TCO auch bei 50 oder 100 Anwendungen stabil.
- Power Apps erfordert bei wachsendem Umfang Premium-Lizenzen und verursacht zudem transaktionsbasierte Zusatzkosten (z. B. bei SAP-Integrationen). Das kann bei vielen Apps schnell teuer werden.
Fazit: Bei wachsendem App-Portfolio hat Simplifier klare Kostenvorteile.
- Ökosystem & Usability
Das Nutzererlebnis und die Verankerung in bestehenden Tools sind zentrale Erfolgsfaktoren.
- Power Apps ist perfekt ins Microsoft-Universum (O365, Teams, SharePoint, Power Automate) integriert – ein klarer Vorteil für Unternehmen mit Microsoft-Schwerpunkt.
- Simplifier bringt eine starke SAP-Fiori-Kompatibilität und ist ideal für Anwender, die eine SAP-zentrierte UX erwarten.
Fazit: Microsoft-lastige Organisationen profitieren von Power Apps, SAP-orientierte Unternehmen von Simplifier.
Die Stärken der beiden Plattformen liegen also in unterschiedlichen Welten. Wer Microsoft-first denkt, wird Power Apps lieben. Wer SAP-first ist, kommt an Simplifier kaum vorbei. Doch die größte Chance liegt im Zusammenspiel: Best of Both Worlds als echte 360°-Digitalisierungsstrategie. Oder anders gesagt: Power Apps ist ideal für Unternehmen, die primär im Microsoft-Ökosystem unterwegs sind und schnelle, einfache Lösungen für Office-Prozesse oder kleine Workflows suchen. Simplifier eignet sich besonders für Unternehmen mit starkem SAP-Backbone oder hybriden Systemlandschaften, die komplexe, skalierbare und zukunftssichere Anwendungen benötigen – insbesondere wenn Datensouveränität, On-Premise-Optionen oder TCO-Kontrolle entscheidend sind.
Unternehmen müssen sich heute nicht zwischen Simplifier und Power Apps entscheiden – die wahre Stärke liegt in der Kombination beider Plattformen. Während Power Apps schnelle Erfolge im Microsoft-Umfeld ermöglicht, sorgt Simplifier für tiefgreifende SAP-Integration, komplexe Anwendungen und nachhaltige Governance. Wer beides klug kombiniert, schafft eine 360°-Digitalisierungsstrategie, die Geschwindigkeit, Flexibilität und Zukunftssicherheit vereint.
Unser Tipp: Prüfen Sie kritisch, in welchen Szenarien Power Apps schnell zum Einsatz kommen kann – und wo Simplifier als strategische Plattform die langfristige Basis legt. Wer beides verbindet, beschleunigt nicht nur die digitale Transformation, sondern macht sein Unternehmen auch fit für die nächsten Innovationssprünge.


